Alexander Eder live: Wahnsinns-Stimme und eine Energie, die sofort aufs Publikum überspringt.

Alexander Eder beim Linzer Krone-Fest:
„Bei dem Song kämpfe ich immer mit den Tränen“

Klangvolle Stimme im Austropop: Alexander Eder stürmt mit Hits wie „Für diesen Moment“ die Charts und begeistert Millionen Fans in Österreich und Deutschland. Mit mehr als 760.000 Instagram-Followern und über drei Millionen TikTok-Fans gilt der Niederösterreicher auch als Social-Media-Phänomen.

Für sein Live-Konzert beim „Krone“-Fest am Freitag, 21. August, um 18.15 Uhr auf der Sparkasse OÖ-Hauptbühne kündigt der 27-jährige Hitlieferant ein musikalisches Feuerwerk an: „Ihr werdet nach unserem Auftritt ein Sauerstoffzelt brauchen!“

War es für Sie immer klar, dass Sie Sänger werden?

Ich wollte zuerst Schauspieler werden, dann habe ich Pop- und Jazzgesang studiert. Zeitgleich war ich bei The Voice of Germany. Dort hat mir jemand eine andere Gesangstechnik gezeigt – eine kraftvolle, energetische Methode, als würde man die Stimme durch einen Gitarrenverstärker jagen. Das hat mir gefallen. Ich hab’ dann viel geübt und die ersten Schritte ins Musikbusiness gemacht.

Und was war dann Ihr richtig großer Durchbruch?

TikTok war für mich ein Weg, bekannter zu werden. Ich habe jeden Tag vier bis fünf Videos gepostet, zuerst Covers, dann die eigenen Songs. Plötzlich sind Videos international viral gegangen. Da habe ich gemerkt: Meine Stimme ist etwas Besonderes. Und wir sind dann nach vollen Konzerten in Österreich gleich auch noch auf Deutschland-Tournee gegangen. Alles ausverkauft!

Was kommt am besten an?

Sicher „Für diesen Moment“. Der Song beschreibt unseren musikalischen Werdegang, der nicht immer nur einfach war. Wenn es keinen Weg gegeben und alles gegen uns gesprochen hat, haben wir uns einen eigenen Weg gegraben, um für diesen einen Moment auf der Bühne stehen zu dürfen.

Was ist aktuell bei Ihren Konzerten dieser eine ganz besondere Moment?

Beim Song „Die Eine“ gehe ich ins Publikum und singe ohne Mikrofon. Wenn die Leute leise sind, schaffen wir einen echten „Wohnzimmermoment“. Das ist für mich oft Gänsehaut pur.

Wann geht Ihnen das Herz beim Live-Konzert auf?

Wir wollen unsere Songs live so performen, wie man sie nicht von der CD kennt. Da gibt es plötzlich einen Technopart oder einen Metalpart – und es gibt Pyroeffekte. Wir eskalieren gemeinsam die Show, auch mit dem Beat in der vollen Power. Das macht richtig Spaß.

Verbrennen Sie beim Live-Konzert viele Kalorien?

Ungefähr so viele Kalorien wie bei einem Halbmarathon. Ich gebe alles, was ich in mir habe, weil ich nicht anders kann. Auf der Bühne kann ich zu 100% ich selbst sein. Die Bühne ist mein „Safe Space“.

Ihr persönlichster Song?

„Wenn alle Lichter ausgehen“ – den Song habe ich für meinen besten Freund geschrieben. Wenn die Welt untergeht: Scheißegal, wir halten zusammen. Ich weiß nicht, wie oft ich den Song schon live gesungen habe – aber jedes Mal kämpfe ich mit den Tränen, weil er vom ersten Wort bis zum letzten Ton so ehrlich ist.

Sind Ihre Haare so etwas wie ein Markenzeichen?

(lacht und fährt sich durch die Haare) Einmal in den Stromkasten greifen – nein, Blödsinn. Ich fahre ein paarmal durch und dann passt’s. Ich probiere einfach gerne viel aus.

Ihre Beziehung zum „Krone“-Fest?

ch war schon als Jugendlicher hier und habe so viele coole Bands bewundert – zu einer Zeit, als ich noch gar nicht wusste, dass ich selbst einmal Musik machen würde. Jetzt trete ich hier auf – ein absolutes Highlight! Viele meiner Freunde und Familienmitglieder schauen vorbei. Das bedeutet mir viel.

Ihr neuester Song nennt sich „Crash Out“.

Eine Hymne auf das Leben und darauf, den Moment zu genießen. Den Song servieren wir natürlich live in Linz.

Interview von Elisabeth Rathenböck, erschienen am 2. August 2026