Bernhard BrinkVor 45 Jahren ging es von der Uni in die Charts. Immer alles richtig gemacht? Grundsätzlich ja, sicher hat es die eine oder andere Station gegeben, in der man etwas anderes tun hätte können. Wenn es mit der Musik nicht geklappt hätte, wäre ich eben Anwalt geworden. Haben Sie eifrig studiert? Einige Scheine habe ich gemacht, als allerdings die echten Hammerprüfungen anstanden, war ich schon zu gut in der Musik  drinnen, daher wurde ich nach 16 Semestern exmatrikuliert. Und wie ergab sich Ihr Einstieg ins Showgeschäft? Das war eigentlich bei euch in Österreich, durch einen Kellner in Tirol, der mir damals den Kontakt zu einem Manager eines Plattenlabels hergestellt hat. Gerade ist Ihr neues Album „Mit dem Herz durch die Wand“ erschienen. Wie persönlich sind die 14 Lieder? Mit „Du fehlst“ ist sogar ein autobiografischer Song
drauf, weil er an den Tod meiner Mutter, eines langjährigen Freundes und eines Tenniskumpels erinnert. Fürmich sehr emotional. Ich möchte nicht respektlos sein, aber andere gehen in Ihrem Alter in Pension. Sie wirken voller Elan, als würde das Wort Stillstand aus Ihrem Vokabular gestrichen sein. Rein zahlentechnisch wäre ich jetzt Ruheständler. Nur das gibt’s in der Branche nicht, und da ich freiberuflich bin, muss ich auch für mein eigenes Glück sorgen. Es macht mir eben richtig Spaß, auch mit den Stücken des neuen Albums. Ihr verrücktestes Erlebnis mit Fans? Dass einmal eine Frau in meinem Hotelzimmer war, obwohl noch nicht einmal ich selbst die Zimmernummer wusste. Keine Ahnung wie sie das hinbekommen hat, vielleicht hat sie jemanden bestochen, aber als ich reinkam, lag das Mädl schon auf dem Bett… Eine sehr pikante Angelegenheit, wie reagiert man? Ich war ziemlich überrascht, und sie wurde rausgeworfen. Bei Ihrem Auftritt wird bestimmt viel los sein. Was darf man sich erwarten? Ich verspreche eine schöne Schlagerparty, bei mir darf ausgelassen getanzt werden.